Lipödem Gesellschaft – Mitgliederversammlung am 11.05.2022

Wir laden alle Mitglieder herzlich ein.

Tagesordnung unserer Mitgliederversammlung

am 11.5.2022 um 19 Uhr Online

Anmeldung bis zum 20.4.2022 bitte über mitglieder@lipoedem-gesellschaft.de

  • Begrüßung
  • Eröffnung der Mitgliederversammlung
  • Wahl der Versammlungsleitung
  • Feststellung der ordnungsgemäßen Einladung
  • Feststellung der Beschlussfähigkeit
  • Genehmigung der Tagesordnung
  • Jahresbericht des Vorstands für das abgelaufene Kalenderjahr
  • Finanzbericht des Schatzmeisters
  • Bericht der Rechnungsprüfer
  • Aussprache über die Berichte
  • Entlastung des Vorstands
  • Neuwahl des Vorstands
  • Satzung
  • satzungsgemäß gestellte Anträge (werden im Einzelnen aufgeführt)
  • Verschiedenes / Stimmen der Mitglieder
  • Schlusswort des Vorsitzenden

Deutsch – belgische – Vernetzung

Die LipödemGesellschaft ist nicht nur in Deutschland aktiv, sondern sucht auch den Kontakt zunehmen zu den Nachbarländern (im Rahmen unserer Möglichkeiten). Am Freitag werden Stephan Porten und Hendrikje ter Balk den Vize-Ministerpräsident A. Antoniadis, Minister für Gesundheit und Soziales, Raumordnung und Wohnungswesen, Regierung der Deutschsprachigen Gesellschaft. Auch in Belgien fehlt es an einer fundierten Versorgung und wir gehen hier in den Austausch und die Vernetzung. Hr. Antoniadis hat bereits auch in der Vergangenheit das Thema (auch in Deutschland) stetig unterstützt und war 2019 auch auf der Leidthema Lipödem Veranstaltung in Köln.

Mehr Informationen zu Hr. Antoniadis und dem Thema Lipödem finden Sie hier: http://www.antoniadis.be/cms/?p=4795

Und auch hier: http://www.antoniadis.be/cms/?p=4795

Verstärkung im Vorstand!

Auf unserer gestrigen Mitgliederversammlung wurde Dr. Stephan Porten (bekannt aus der Agenda bedarfsgerecht Versorgung) in den Vorstand gewählt. Herr Dr. Porten ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Medizinrecht, langjährige Tätigkeit im Management von Krankenhäusern, Altenpflegeheimen und sozialen Organisationen. Wir freuen uns sehr über den juristischen Zuwachs.

Informationen zur Heilmittel – Richtlinie vom 01.01.2021

Die neue Heimittel – Richtlinie, die seit dem 01.01.2021 in Kraft getreten ist, könnte auch für lipödemerkrankte Frauen, die manuelle Lymphdrainage (= MLD) bekommen, interessant sein:
Das Lipödem gehört zu einer Erkrankung, die einen langfristigen Heilmittelbedarf notwendig macht und auf der Anlage 2 vermerkt ist. Dies bedeutet (vereinfacht dargestellt), dass bei einem Lipödem langfristige MLD verschrieben werden kann.
Der Arzt entscheidet über die Notwendigkeit der Behandlung. Er kann also bei einem Lipödem einen langfristigen Heilmittelbedarf so lange verordnen, wie er notwendig (also medizinisch indiziert) ist. Dies bedeutet, dass euer Arzt pro Quartal (allerdings orientiert sich hier der Arzt nach der Notwendigkeit der Behandlung) bis zu 24 Einheiten für 3 Monate verschreiben kann.
Wichtig ist auch zu wissen, dass dieser Bedarf das ärztliche Praxisbudget (wie leider und fälschlicherweise oft behauptet) nicht (!) belastet.
Patienten müssen jedoch quartalsweise (also alle drei Monate) beim Arzt vorstellig werden. Kommen sie dieser Pflicht nicht nach, kann es sein, dass keine Rezepte mehr verschrieben werden.
Derzeit berichten einige Frauen, dass nicht allen Ärzten diese neue Regelung bekannt sei. Daher empfehlen wir, dass Patienten die neue Heilmittel – Richtlinie mit zum Arzt nehmen!
Diese findet ihr, indem ihr einfach über eine Suchmaschine das Wort „Heilmittel – Richtlinie 2021“ eingebt!
Für die Ärzte ist es auch leichter geworden: Sie haben nun nur noch ein Formular (Formular 13) auszufüllen. Eine Begründung muss dann auch nur noch in der Patientenakte dokumentiert werden.

Hierzu schreibt die Kassenärztliche Vereinigung folgendes:
„Wie bisher gibt es für jede Verordnung Höchstmengen. Diese Höchstmenge je Verordnung dürfen Ärzte nur in Ausnahmefällen überschreiten – etwa bei einem langfristigen Heilmittelbedarf oder bei einem besonderen Verordnungsbedarf, wo der Bedarf für bis zu 12 Wochen bemessen werden darf. Sowohl die orientierende Behandlungsmenge als auch die Höchstmenge je Verordnung finden Ärzte im Heilmittelkatalog – ebenso wie die jeweils empfohlene Therapie-Frequenz“. (vgl. https://www.kbv.de/html/1150_47785.php)

Die rechtlichen Grundlagen dazu findet ihr übrigens u.a. unter §32 Absatz 1a SGB V.

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Quelle/Bildnachweis/weiterführende Informationen:
https://www.g-ba.de/downloads/62-492-2324/HeilM-RL_2020-10-15_iK-2021-01-01.pdf

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